Schilfschneiden Hinterguldenen, 19. Juni 2010
Es stimmt. Heute benötigen wohl alle etwas mehr Motivation, das warme und vor allem trockene Körbchen zu verlassen. Aber Naturschützer sind hart im Nehmen und weich im Geben und deshalb treffen sich 10 farbige Personen auf dem Pfannenstiel. Eingepackt in alles Wasserdichte und Warme was im Kleiderschrank zu finden war. Vom NHVE waren Brigitte Näf, Hansruedi Widler, This Menzi, George Angehrn und Coni und Marcel Volkart aktiv dabei. Aufgrund des heftigen Regens ist ein Betreten unserer Hauptorchideenwiese im Badholz nicht möglich. Aber Arbeit gibt's bekanntlich immer uns so geht's nach Hinterguldenen. Schilf schneiden um Orchideen mehr Platz zu verschaffen steht auf dem Programm. Aufgrund von neusten Studienergebnissen spielt der unscheinbare Schwalbenwurzenzian für den Moorbläuling, eine kleine Schmetterlingsart, eine bedeutende Rolle. Als winzige Larve ernährte er sich in den ersten Tagen von der Blüte dieser Pflanze und wird dann durch Ameisen in den Bau getragen. Dort frisst er sich dick und rund und muss dann jedoch schleunigst das Weite suchen. Ein guter Grund bei diesem Einsatz ein spezielles Augenmerk auf diese Pflanze zu werfen.

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Er hat heute wohl seinen Traumtag. Alles nass und dann noch Ochideen zum Frühstück. Wir Menschen würden da wohl andere Annehmlickeiten vorziehen.

Der unscheinbare Schwalbenwurzenzian. Die erste Nahrungsquelle der Moorbläulingraupe.
Etwas Überwindung braucht es schon, um aus dem mit Festbänken ausgestatteten Basislager Bus zu steigen. Ein buntes Völklein beginnt mit dem Schilfschneiden.

George hat sich ein ergiebiges Plätzchen ausgesucht. Meter für Meter erkämpfen wir im Sumpf  Orchideenwachstumsplätze.
Nach über 2 Stunden geht's in den Endspurt. Der vordere Teil wurde bereits von den Orchideen in Beschlag genommen. Mit dem heutigen Einsatz soll sich die Fläche deutlich vergrössern.

Knabenkraut. Knabenkraut einer anderen Untergruppe.
Trotz des bisher nassen und kühlen Sommers entdecken wir eine leuchtende Schmetterlingspuppe. Die warme Suppe und andere Köstlichkeiten wärmen im Anschluss an den Einsatz den müden Körper von Innen her wieder auf.