Vogelexkursion Greifensee Aaspitz , 3. Juli 2010
17 Personen interessieren sich heute für die Vogelexkursion am Greifensee. Hanspeter und Margrit Gadola führen uns nach einer kurzen Einführung zum Beobachtungsturm. Die ständig wachsende Brutkolonie der Kormorane veranstaltet einen nicht überhörbaren Lärmpegel. Die Jungen sind von den Altvögeln bereits nicht mehr zu unterscheiden. Zwischen Aabach und den Blumenrietwiesen geht's zum Greifensee. Die farbigen Distelfinken und Rohrammern, sowie Sumpfrohrsänger und Stare sind hier in den Wiesen zu Hause und auf Nahrungssuche. Am Seeufer entdecken wir nebst Haubentauchern auch jagende Flussseeschwalben und die Teichrohrsänger. Letztere ein beliebtes Opfer des Kuckucks für das Unterjubeln von Fremdeiern. In der Naturstation Silberweid erhalten wir dann lebensechte Informationen über den Mauersegler. Gadolas ziehen seit Jahren Jung- oder verletzte Vögel dieser Sorte auf. Die Mauersegler kommen nach einer 3monatigen Reise Anfangs Mai für nur 3 Monate aus Südafrika zu uns um ihre Jungen aufzuziehen. Der elegante Vogel hat nur während der Brutzeit Bodenkontakt. Alles andere, inkl. Schlafen und Begatten, erledigt er im Fluge. Die Jungvögel erhalten pro Futterballen 200-300 Insekten und haben bereits nach 3 Wochen das Anderhalbfache des Körpergewichtes eines Altvogels. Diese Reserve benötigen sie um bei Schlechtwetterperioden die bis zu einer Woche dauernde Abwesenheit der Eltern durchzustehen. Diese verlegen dann ihr Jagdgebiet um bis zu 300km Richtung Schönwetter. Die von Hand aufgezogene Jungmannschaft verlangt von Margrit alle halbe bis Stunde Futter in Form einer Grille oder einer Bienenmade, bevor sie dann in die Freiheit entlassen werden und auch nach Jahren noch zum Aufzuchtsort zurückkehren.

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Ein erster Blick von vom Beobachtungsturm Richtung    See und den Kormorannnistplätzen.

Die blühenden Ried- und Schilfwiesen entlang des Greifensees sind Heimat vieler Vogelarten.

Im Ried heisst es schnell zu sein um die Kleinvögel beobachten zu können.

Erst vor etwa 6 Jahren wurde das erste Brutpaar beobachtet. Heute ist es bereits eine stattliche Kolonie.

Famile Schwan bei der ausgiebigen Morgentoilette. Nebst Vögel leben auch viele Insekten in den Blumenwiesen.
Ein Blutweiderich als Vertreter der Pflanzenwelt. Vielen Pflanzen aus dem Ried wird eine Heilwirkung nachgesagt. Kleine Farben- und Formenwunder, wie dieser gewöhnliche Gilbweiderich, sind sie auf jeden Fall.

    In der Naturstation Silberweide erklärt uns Hanspeter Gadola die Geheimnisse der Mauersegler.

Margrit hat uns einen ihrer Pfleglinge mitgebracht. Seine zurzeitige Heimat ist, wie ein normales Nest unter Ziegledächern, eine dunkle Kartonschachtel.
Ein elegantes Tier, dass für ein Leben in der Luft gebaut ist. Der kleine Held in der Obhut seiner fürsorglichen Pflegemami.
Bald wird er frei seine Kreise um Gadolas Haus ziehen können anstelle vor einer Kamera posieren zu müssen.