Schilf schneiden, 23. Juni 2012
Das Rappentobel ruft und schon stehen 15 Personen mit grossen Erwartungen mitten im Wald. Sowohl alte Hasen und Orchideenfreaks, als auch die Sonntagmigrosblumenkäufern wurden nicht enttäuscht.Der einzige legale Moment diese Orchideenwiese zu betreten, ist im Rahmen des Schilfschneidens. Und in diesem Jahr haben wir so viele Orchideen wie nie zuvor gefunden. Zusätzlich waren fast alle noch in Blüte. Ein wahres Juwel inmitten des zivilisierten Pfannenstiels. Vom NHVE waren Kathi Epprecht, Silvia Vogt, Brigitte Näf, Jeanette und Rolf Chiardini, George Angehrn sowie Coni und Marcel Volkart dabei.

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Im Laufe von etwa 30 Jahren wurden in unzähligen Arbeitsstunden Lebensraum für Orchideen inmitten des Pfannestiels geschaffen.

Für solche Schönheiten schneiden wir heute einmal mehr die einzelnen Schilfhalme in Handarbeit zurück. Fuchs- Fingerwurz.
Im Ostteil der Wiese ist das Schild zwar deutlich lichter geworden, aber wer will, findet auch hier noch genug Arbeit. Waren dieses Jahr besonders häufig in Blüte: Tausendgüldenkraut
Fuchs- Fingerwurz Wohlriechender Handwurz. Und er riecht tatsächlich wie ein gutes Frauenparfüm.
Mücken-Handwurz Weisse Ständelwurz
Lappländische Fingerwurz (?) Eher unscheinbare Orchidee: Grosses Zweiblatt
Etwas Schatten und der gespendete Znüni werden gerne angenommen. Am Westrand starteten wir vor 5 Jahren den ersten Schnitt und sind heute fast 30m weiter beim Bachlauf angekommen. Wir lassen sogar bewusst einen Streifen fürs Wild stehen.
Der Westrand nach dem Einsatz. Auch andere Bewohner erfreuen sich an der Wiese: Eichblattspinne.
Schachbrettfalter. Nach getaner Arbeit wird geschlemmt und gefachsimpelt.